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Diagnose

Die Chinesische Medizin hat ihren Ursprung im alten China etwa 2000 Jahre vor Chr. Die älteste schriftliche Überlieferung findet man im "Huang Di Nei Jing" ("Der Klassiker der inneren Medizin des gelben Kaisers") ca. 300 vor Chr. In diesem Werk sind die grundlegenden Prinzipien der Chinesischen Medizin festgehalten worden, und es zählt bis heute zu den Standardwerken der Ausbildung in der Chinesischen Medizin. In diesem Buch wird ersichtlich, wie früh es in China die Vorstellung einer ganzheitlichen Medizin gab, bei der man eine sehr differenzierte und umfangreiche Betrachtung des Menschen und seiner Umgebung vornahm, um die Ursache für das Entstehen von Krankheiten zu erkennen und daraus die Behandlung abzuleiten. 

Im Zuge der Jahrhunderte wurde durch Beobachten und Analysieren das Menschenbild in der Chinesischen Medizin immer mehr verfeinert, ohne dabei die grundsätzlichen Überlegungen aus den Augen zu verlieren. So lässt sich auch erklären, dass eine derart "alte"  Medizin auch heute in der Lage ist, Patienten mit modernen Zivilisationskrankheiten zu behandeln.   
In diesem Sinne wird zunächst eine komplette Anamnese zum Zustand des gesamten Organismus erstellt. Dazu werden  nicht nur Details der akuten Beschwerden abgefragt, sondern auch nach vergangenen Erkrankungen und Familienerkrankungen, sowie nach der Lebensweise (Ernährung, Schlafverhalten, emotionalen und sozialen Hintergründen). 

Darüber hinaus wird eine Zungen- und Pulsdiagnose erhoben, die Aufschluss über den inneren energetischen Zustand des Menschen gibt. Der Puls wird an den Handgelenken an jeweils drei Positionen gemessen, um über Frequenz, Stärke und Ausdrucksform Erkenntnisse zu den jeweils zugeordneten Organen zu erhalten. Die Zunge wird hinsichtlich der Form, der Farbe und Beschaffenheit des Belags untersucht und liefert ebenfalls Hinweise auf den energetischen Zustand der Organfunktionskreise.